Betreuungsmodell für die Geburt

Bei diesem Betreuungsmodell gehen Sie mit der Ihnen bekannten Hebamme zur Geburt in die Klinik und werden von dieser bis zum Ende Ihrer Geburt betreut.

Bei der Beleggeburt lernen Sie "Ihre" Hebamme bereits in einem frühen Stadium der Schwangerschaft kennen.
Die Vorsorgeuntersuchungen werden optimalerweise im Wechsel zwischen Hebamme und Frauenärztin durchgeführt. Hebammen sehen die Schwangerenvorsorge nicht als rein medizinischen Vorgang, sondern beziehen auch psychologische und soziale Aspekte in ihre ganzheitliche Vorsorge ein.
Bis zur 30 Schwangerschaftswoche finden die Untersuchungen alle vier Wochen statt, ab der 32 Schwangerschaftswoche alle zwei Wochen.
Bei Problemen während der Schwangerschaft steht Ihnen "Ihre Hebamme" mit Zeit sowie Rat und Tat zur Seite. Sollten Schwangerschaftserkrankungen auftreten, betreuen Sie Ihr Frauenarzt und die Hebamme in Absprache gemeinsam weiter.

Ab dem siebten Schwangerschaftsmonat kann die Frau allein oder das Paar gemeinsam an einem Geburtsvorbereitungskursus teilnehmen. Der Kursus hilft Ihnen sich körperlich und seelisch auf die Geburt und die erste Zeit mit Ihrem Baby vorzubereiten. Entweder die Beleghebamme leitet den Kursus selbst oder empfiehlt eine Kollegin, mit der sie eng zusammen arbeitet.

Ab ca. drei Wochen vor dem geplanten Geburtstermin ist "Ihre" Hebamme dann in ständiger Rufbereitschaft für sie. Kündigt sich die Entbindung an, treffen sich die Frau und die Hebamme in der Hebammenpraxis, bei der Frau zu Haus oder sie fahren gemeinsam in die Klinik. Die Hebamme unterstützt Sie während der gesamten Geburt.
Die Beleghebammen leiten die Geburten eigenständig und rufen den Arzt nur bei Bedarf hinzu. Geburtsmedizin steht bei der Entbindungen im Hintergrund - wenn nötig, wird sie genutzt, im optimalen Fall wird sie nicht gebraucht.
Der Vorteil an einer Beleggeburt ist, dass Sie und Ihr Partner nicht mit einem fremden Menschen in den Kreißsaal gehen, sondern durch die vorangegangene Begleitung innerhalb der Schwangerschaft bereits ein vertrauensvolles Verhältnis zu Ihrer Hebamme haben. Das ermöglicht für beide Seiten eine viel entspanntere gemeinsame Arbeit im Kreißsaal. Sie sollten keine konkreten Vorstellungen davon haben, wie Ihre Geburt zu sein hat - wichtig ist vor allem, dass die Geburt gut für Sie, Ihren Mann und Ihr Kind ist und Ihnen später als positives Ereignis in Erinnerung bleibt.
Zwei bis vier Stunden nach der Geburt des Kindes werden Mutter und Kind auf die Wochenbettstation verlegt oder die Familie geht nach Hause.

Die Entbindung findet in dem Krankenhaus statt, mit dem die Hebamme zusammen arbeitet.

Ob in der Klinik, im Geburtshaus oder zu Hause - wo Sie ihr Kind zur Welt bringen möchten, ist entscheidend von Ihren Wünschen, Bedürfnissen und Prioritäten abhängig. In jedem Fall werden Sie von einer Hebamme begleitet.

Weiterführende Infos

 

Wikipedia
Geburt
Hebamme

 

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Geburtsbegleitung

 

Praxis
Geburtsklinik der Asklepios Klinik Nord - Heidberg

Hebammenpraxis Alsterhebammen